Selbstverständnis & Zielsetzung


S a t z u n g der
“Stiftung Jugendgästehaus Dachau“
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Vom "Beispiel für die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in der Bundesrepublik Deutschland" zum Experimentierfeld für historisch-politische Bildung

Das Jugendgästehaus Dachau versteht sich als Bildungsstätte, die Menschen aus aller Welt Raum, Zeit und Wissen zur Verfügung stellt, um sich intensiver mit der Geschichte der Konzentrationslager, des Nationalsozialismus und den daraus zu ziehenden Folgerungen auseinandersetzen zu können.

Dabei erschöpft sich die pädagogische Arbeit nicht allein in der Beschäftigung mit der Geschichte. Um diese fruchtbar zu machen, ist es sinnvoll, Gegenwartsbezüge zu aktuellen Themen wie Menschenrechte, Demokratie, Toleranz, Frieden und Internationalität herzustellen.

Gleichzeitig befindet sich die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus im Wandel. Die Stifter und die Mitarbeiter/innen des Jugendgästehauses Dachau sind der Überzeugung, dass es immer wieder von neuem notwendig ist, an die Handlungsstrategien und die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern - in der Hoffnung, damit einen Beitrag zur Verhinderung von autoritären, nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Gesellschaftsmodellen zu leisten. Darin liegt der politische Gehalt der historischen Bildung zum Nationalsozialismus. Wie dieser Anspruch jedoch konkret und methodisch umgesetzt werden kann, ist in vielerlei Hinsicht klärungsbedürftig. Das Jugendgästehaus Dachau versteht seine pädagogische Arbeit als Beitrag auf der Suche nach Antworten auf diese Frage.